Geschafft!

Die Woche ist rum! Und wir haben es geschafft (mit kleinen Ausnahmen, Patra, …oder? 😉 ) Naja, nicht ganz geschafft: denn wir haben dennoch immer so eingekauft dass unser Hunger gestillt wurde und sind somit insgesamt auf ca. 7€ pro Tag gekommen, nicht die angestrebten 5€. (Gut für die Kinder hatten wir noch ein paar Ausgaben für die gestern genannten Ausnahmen; diese inklusive sind es vielleicht 9€…) – Aber immerhin, für eine kleine Familie von vier Leuten ist das ganz schön beeindruckend dass das geht, selbst in Deutschland!

Und: Wir schätzen das wir ca. 100 € gespart haben diese Woche Vergleich zu unserem normalen Konsumverhalten. Diese 100 € spenden wir jetzt direkt für die Projekte in Bangladesch, das ist sicher das Beste an der ganzen Woche!

Wir haben diese Woche gegessen:

  • Haferflocken
  • Müsli
  • Sultaninen
  • Äpfel
  • Kartoffeln
  • Möhren
  • Sellerie
  • Zucchini
  • Brokkoli
  • Mehl
  • Nudeln
  • Reis
  • Linsen
  • Maiswaffeln
  • Margarine
  • Tomatensauce
  • … und am letzten Tag Kaffee in einem schönen Cafe am Wald um den Abschluss zu feiern:-)

Mein Resümee:

  • Es lohnt sich immer, etwas Neues auszuprobieren – irgendwas lernt man immer!
  • Werde ich meine Ernährung ändern nach dieser Erfahrung? Eigentlich nicht. Vielleicht weniger Brot kaufen, denn da viel Geld ausgeben wenn man Brot auch zu Hause packen kann. Oder einfach weniger essen davon. – Und auf jeden Fall: bewusster Salat und frisches Gemüse im Bioladen kaufen:-)
  • Ich bin sehr dankbar, selbst entscheiden zu können was und wie viel ich esse. Und dass wir mit unseren Projekten Menschen unterstützen können, irgendwann vielleicht auch dahin zu kommen.

Patras Resümee:

  • Diese Woche war für mich nicht ganz so gut weil wir zu spontan damit angefangen haben. Dadurch haben wir nicht richtig überlegt was wir eigentlich essen wollen und es nicht gut vorbereitet.
  • Ich mache gern noch mal etwas Ähnliches, aber mit mehr Vorbereitung und mehr Zeit: Mit den Kindern vorher überlegen was wir essen wollen, gutes lokales frisches Essen kaufen und mit genügend Zeit zubereiten und essen. Mehr Zeit zum Essen und ein Dankbarkeitsritual mit den Kindern. Vielleicht mal auf dem Boden essen in dieser Woche wie in Asien und anderen einfachen Ländern…

2 Gedanken zu “Geschafft!

  1. Großen Respekt vor eurem Experiment! Eure Resümees interessieren mich sehr. Und ich verstehe gut, Patra, dass du gern etwas mehr Vorlauf und Planung und dann auch Zeit für Kochen und Essen gebraucht hättest. Meine Idee war nämlich auch, dass man gerade dann, wenn das Angebot eingeschränkt ist, mehr Zeit und Phantasie zum Kochen braucht – und die Wertschätzung beim Essen dann besonders wichtig ist.
    Z.B. habe ich beim Spazierengehen Feldsalat am Feldrand gefunden – aber dann doch nur wenig mitgenommen, da er viel kleiner ist und natürlich auch mehr Arbeit beim Putzen macht. Oder auch ein Kartoffelgratin schmeckt mir sehr gut – braucht aber auch Zeit beim zubereiten – und wenn man 4 Personen satt machen will, braucht man auch eine gewisse Menge. Das sind so meine ganz praktischen Überlegungen dazu.
    Mich erinnert euer Experiment auch an meine Kindheit, wo es viel selbstverständlicher war, die Dinge, die es gab – z.B. im Garten oder in Feld und Wald (Pilze oder Beeren oder Kräuter sammeln mit meinen Urgroßeltern) zuzubereiten (meine Großmutter hat normalerweise den ganzen Vormittag gekocht) – und nur das wenige Fehlende einzukaufen. Manchmal hat man auch bei Bauern auf dem Feld mitgeholfen und dafür dann Sachen – auch Wurst oder Milch o.ä. bekommen.

  2. Marlies hat euer Projekt die ganze Woche verfolgt; ich hab grade alles auf einmal nachgelesen. Hut ab! Find ich voll gut, dass ihr das gemacht habt!
    Wir haben auch drüber gesprochen und überlegt, wie viel wir zu Hause pro Woche so an Geld für Lebensmittel ausgeben – kann ich nur ganz grob schätzen und fast immer greift man ja beim Kochen auch auf Vorräte zurück. Auch hier in Neuseeland kann ich es gar nicht sagen.
    Zu Beginn unserer Reise hat Marlies mit einer Budget-App den Überblick behalten (nicht nur übers Essen, sondern alle Ausgaben), aber wir haben es ganz bald abgebrochen – was man da wieder an Zeit reinstecken kann!
    …aber was für ein Privileg, eben so ziemlich alles, was das Herz begehrt, in den Einkaufswagen legen zu können, ohne die ganze Zeit mitzurechnen und jedes Produkt auf seine Notwendigkeit zu hinterfragen!
    Die Fastenzeit lassen wir hier dieses Jahr ganz aus, aber es wär ja eine Idee, dafür nach unserer Rückkehr auch mal das mit den 5,-€ pro Tag zu auszuprobieren, wenn der Kühlschrank eh grade leer ist…

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